Über unsern Club

In weiten Teilen Europas und der Welt ist Sankt Pauli, vor allem aufgrund der Reeperbahn und seinem Hafen, sogar bekannter ist als die Freie und Hansestadt Hamburg selbst. Der Fußball-Club von 1910 ist als Stadtteilverein fest im Viertel Sankt Pauli verwurzelt. Zu verdanken hat der Verein seine Popularität vor allem seiner einzigartigen Fankultur. Mit dem „Jolly Roger“, dem berüchtigten Erkennungsmerkmal der Piraten, stellt man heutzutage aller Orten sofort eine Verbindung zur Fanszene unseres Clubs her. Im Millerntorstadion wurde die berühmte Totenkopffahne erstmals Ende der 80er Jahre von einem Bewohner aus den besetzten Hafenstraßen-Häusern gehisst. Sie symbolisiert seitdem ein selbst bestimmtes, ‚rebellisches‘ Fan-Dasein. Seinerzeit entwickelte sich am Heiligengeistfeld eine landesweit unvergleichbare Fußballszene, die nicht von Hooligans oder rechten Schlägern bestimmt wurde, sondern durch kreative Fan-Aktionen und soziales Engagement auf sich aufmerksam machte. Ein nennenswerter Teil der Fanszene am Millerntor versteht sich im Vergleich zu den Fan-Strukturen anderer Fußballvereine bis heute ausdrücklich als politisch. Einen Schwerpunkt bildet dabei das aktive Einschreiten gegen jegliche Art rassistischer oder sexistischer Äußerungen im Stadion und überhaupt. Aufgrund beherzter Eigeninitiative seiner Fans war der FC St. Pauli u.a. der erste deutsche Fußballverein, welcher entsprechende Verbote in seine, für damalige Verhältnisse bahnbrechende Stadionordnung, einfügte. Heute ist dies bekanntlich die Regel.
„Die Vierte“ gründete sich 1986 in genau diesem Fan-Umfeld und wurde ein Jahr später, als erste von heute 9 Herren- und 4 Damenteams, vom Verein offiziell für den Spielbetrieb beim HFV angemeldet. Seitdem prägten schon zig Spieler-Persönlichkeiten unsere Mannschaft, von denen einige bis heute die braun-weiße Fanszene und den Verein aktiv mitgestalten. Es kommt also nicht von ungefähr, dass wir von den beiden bekanntesten Einrichtungen dieser Szene unterstützt und gesponsert werden: der Fankneipe „Jolly Roger“ in der Budapester Straße und dem bekannten Fanzine „Der Übersteiger“, welches hierzulande aus der „Mutter aller deutschen Fußball-Fanzines“, dem legendären „Millerntor Roar“, hervorging. (…)
(Quelle: Auszug aus den Leitlinien der 4.Herren)